+++ 15:58 "Operation Vivaldi" - so gelingt den Ukrainern der Vorstoß mit Kampfrobotern an der Front +++

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Die Zahl der Verletzten bei dem Angriff auf ein Wohnhaus in Charkiw steigt laut ukrainischen Angaben auf 29, darunter zehn Minderjährige (siehe auch Eintrag von 07:20 Uhr). Russland habe Gleitbomben eingesetzt. Auch die Hauptstadt und ihr Umland waren einmal mehr Ziel russischer ...

Die Zahl der Verletzten bei dem Angriff auf ein Wohnhaus in Charkiw steigt laut ukrainischen Angaben auf 29, darunter zehn Minderjährige (siehe auch Eintrag von 07:20 Uhr). Russland habe Gleitbomben eingesetzt. Auch die Hauptstadt und ihr Umland waren einmal mehr Ziel russischer Attacken. In der Region Kiew kamen Präsident Wolodymyr Selenskyj zufolge zwei Menschen durch russische Angriffe ums Leben. Bei einem handele es sich um einen aserbaidschanischen Staatsbürger. Selenskyj schreibt außerdem von Drohnenangriffen und Schäden unter anderem an Wohnhäusern, Telekommunikationsinfrastruktur und Tankstellen in der Hauptstadt. 

Das ukrainische 3. Armeekorps ist maßgeblich für die Erfolge nördlich von Lyman verantwortlich. Auf Telegram teilt es nun mit, die Kontrolle über fünf weitere Orte erlangt zu haben. "Die Verluste des Gegners belaufen sich auf 2.000 Soldaten; mehr als 250 Russen wurden gefangen genommen." Man habe weitere 51 Quadratkilometer Territorium zurückgewonnen, seit Beginn der Offensivoperation seien es 176, heißt es in einer Mitteilung. Die Russen sollen zudem in die Irre geführt worden sein. Kommandeur Andrij Bilezkyj berichtet, die Kreml-Streitkräfte hätten Reserven in eine Richtung verlegt, in der sie den Hauptangriff erwarteten. Dadurch hätten sie den eigentlichen Angriff verpasst, der sich auf die Einnahme eines anderen Ortes konzentriert habe. "Um die Verteidigung des Gegners zu durchbrechen, setzte das Dritte Armeekorps eine eigene Entwicklung ein: sowjetische BTR-60, die zu robotisierten Kamikaze-Systemen umgebaut worden waren. Mit ihnen wurden die stärksten Befestigungsanlagen des Gegners gesprengt", so Bilezkyj. Der BTR-60 ist ein alter Schützenpanzer.

Die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas verweist auf Geheimdienstberichte, denen zufolge Russland weitere Sabotageakte in Europa plane. "Wir müssen wachsam sein", fordert Kallas daher vor einem Treffen der EU-Verteidigungsminister in Brüssel. Die Geheimdienstinformationen zeigten, dass Russland weitere Sabotageakte und "Angriffe gegen unsere Demokratie" plane. Ziel sei es, die Gesellschaft zu spalten und durch Einschüchterung von der Unterstützung der Ukraine abzubringen.

+++ 08:37 Spieß bei ballistischen Raketen umdrehen? Hoffnungsträger der Ukraine kurz vor dem Einsatz +++

Die dauerhaften russischen Angriffe mit ballistischen Raketen sind für die Ukraine seit Jahren eines der größten Probleme. Gleichzeitig hat das Land in diesem Bereich selbst nur wenig Vergleichbares vorzuweisen. Von der Eigenentwicklung Sapsan ist nur sehr selten zu hören, daneben gibt es gelegentlich Lieferungen von ATACMS aus US-Entwicklung. Nun könnte Kiew aber kurz vor einer Bedeutenden Wende stehen. Laut Iryna Terech, CEO des Rüstungsunternehmens Fire Point, ist die ballistische Kurzstreckenrakete FP-7 mit 300 Kilometern Reichweite fertiggestellt. Sie durchlaufe derzeit das Zertifizierungsverfahren. Die FP-9 mit einer Reichweite von 850 Kilometern soll Ende Herbst einsatzbereit sein.

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