Große Staubwolke durch massiven Felssturz an der Zugspitze
Staubwolke kilometerweit sichtbar Massiver Felssturz an der Zugspitze Stand: 23.09.2026 • 16:27 Uhr
Im Grenzgebiet zwischen Deutschland und Österreich hat es einen größeren Felssturz gegeben. Eine riesige Staubwolke hängt seitdem über Deutschlands höchstem Berg. Verletzt wurde nach Angaben der Bergwacht niemand.
In mehreren Videos, die in den sozialen Medien zu sehen sind, zieht eine gewaltige Staubwolke von der Zugspitze bis nach Grainau. Dazu ist immer wieder lautes Krachen zu hören. Über Stunden lösten sich seit Dienstag Morgen größere Gesteinsmassen am Berg. Das Gestein kam direkt am Grenzkamm zwischen Deutschland und Österreich herunter, so die Bergwacht Grainau. Schäden an Einrichtungen oder Wegen gibt es bislang nicht. In der Urlaubsregion gibt es zwar viele Wanderwege, doch nicht im steilen und unzugänglichen Gebiet unterhalb der Abbruchstelle. Drohnen sollen heute das Gebiet abfliegen.
Die Abbrüche setzten sich auch am Mittwoch noch fort: "Da löst sich immer wieder was", sagte der stellvertretende Bereitschaftsleiter Franz Dörfler von der Bergwacht Grainau. "Anscheinend bröselt es jetzt auch wieder nach."
Überraschend seien solche Ereignisse längst nicht mehr, die Dimension jedoch sei ungewöhnlich für den 2.962 Meter hohen Berg, erklärte Franz Dörfler von der Bergwacht Grainau. "In dem Ausmaß ist es definitiv nicht öfter, aber es ist auch nicht überraschend". Nach Dörflers Worten wird das Gestein auf der Zugspitze vom Permafrost zusammengehalten. Da mit dem Klimawandel und den steigenden Temperaturen der Permafrost schwinde, nähmen Gesteinsabbrüche zu.
Die Bergbahnen laufen nach dem Felssturz auf der Tiroler Seite der Zugspitze ohne Beeinträchtigung: Sowohl die Tiroler Zugspitzbahn als auch die etwas weiter südlich gelegene Ehrwalder Almbahn nahmen ihren Betrieb am Mittwoch wie gewohnt auf, wie den Webseiten der beiden Betriebe zu entnehmen ist. In der Gemeinde Ehrwald habe es keine Schäden und keine Auswirkungen gegeben, sagte ein Mitarbeiter des Gemeindeamts. Das Gebiet rund um die Ehrwalder Almbahn liegt einige Kilometer weiter südlich.
Auch auf bayerischer Seite gibt es keine Einschränkungen der Zugspitzbahn. Sowohl für die Bergstation als auch für die Seilbahn bestehe keinerlei Gefahr, hieß es auf BR24-Anfrage. Eine Sprecherin verwies darauf, dass die Anlagen laufend von unabhängigen Prüfinstanzen und mithilfe von Sensorik überwacht würden. Zudem sei der zuständige Geologe der Bayerischen Zugspitzbahn über den Vorfall informiert worden.
Ähnliche Abbrüche wurden an der Zugspitze bereits in der Vergangenheit beobachtet, allerdings in geringerem Ausmaß. Ein derart großer Abbruch konnte dort aber noch nicht dokumentiert werden. Größere Felsstürze hatte es in Bayern zuletzt am Allgäuer Rubihorn und am Trischübelpass im Nationalpark Berchtesgaden gegeben.
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Quelle: Bayern-1-Nachrichten 23.09.2026 - 08:00 Uhr


