Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 06:28 Ölraffinerie in Krasnodar brennt nach Drohnenangriff +++
In der ukrainischen Grenzregion zu Polen hat es nach Angaben der Regierung in Warschau erneut eine Drohnenattacke unweit von einem Grenzübergang gegeben. "Ein weiterer Angriff Russlands auf die Westukraine. Eine düsengetriebene Drohne ist auf ukrainischer Seite etwa zwei Kilometer vom Grenzübergang zu Polen in Dorohusk eingeschlagen", schreibt Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz auf der Plattform X. Der Luftraum über Polen wurde demnach nicht verletzt. Wie das Oberkommando der polnischen Streitkräfte bekannt gibt, wurde in der Region um Lublin im Südosten Polen während russischer Luftschläge gegen die Westukraine Luftalarm ausgelöst. Dieser sei nach einer Viertelstunde wieder aufgehoben worden. In den letzten zwei Wochen kam es in der Nähe des polnisch-ukrainischen Grenzübergangs Dorohusk-Jahodyn mehrfach zu russischen Drohnenangriffen auf dem Gebiet der Ukraine.
Polen hat die Bewohner der östlichen Region Lublin kurzfristig aufgefordert, sichere Orte aufzusuchen. Angesichts der russischen Angriffe auf die benachbarte Ukraine bestehe auch für diese Region Polens die Gefahr eines Luftangriffs, teilt das polnische Regierungszentrum für Sicherheit mit. Zuvor hatte es bekanntgegeben, dass polnische Kampfflugzeuge aufgrund der russischen Angriffe auf die Ukraine im polnischen Luftraum im Einsatz seien. Kurz darauf hob es die Warnung wieder auf.
Der deutsche Lebensmittelgroßhändler Metro ist bis auf Weiteres mit dem Verlust seiner Vermögenswerte in Russland konfrontiert. Die Metro AG erklärt, dass man keine operative Kontrolle mehr über Metro Russland habe. Das Eigentum an Metro Russland bleibe aber formal bei der Metro AG. Das Unternehmen sprach ebenfalls von einer "vorübergehenden Zwangsverwaltung". Zuvor ließ der russische Präsident Wladimir Putin das Russlands-Geschäft des Großhändlers unter vorübergehende staatliche Verwaltung gestellt. Die russische Metro-Tochter teilt mit, der Betrieb laufe normal weiter und alle Verpflichtungen gegenüber Kunden würden erfüllt. Metro beschäftigt in Russland rund 9000 Menschen und betreibt 91 Märkte. Metro hatte dort in der Vergangenheit Milliardenumsätze eingefahren.


