Ukraine-Krieg im Liveticker: +++ 20:36 Selenskyj: "Putin sucht nach Vorwänden, um Krieg zu führen" +++
Ukrainische Truppen haben nach Behördenangaben mit Lastdrohnen vier Tonnen Lebensmittel in die seit Monaten abgeriegelte Stadt Oleschky auf russischem Besatzungsgebiet im Süden gebracht. Russland halte in der Stadt etwa 2.000 Menschen fest, darunter fast 50 Kinder, teilte der Gouverneur des ukrainischen Gebietes Cherson, Olexander Prokudin, auf Telegram mit. "Sie sind gezwungen, ohne Nahrung, Strom und Wasser zu überleben." In einem Video zeigte er den angeblichen Abwurf der Lebensmittel. Hilfsorganisationen beklagen seit langem die humanitäre Lage in der Kleinstadt, die auf dem südlichen Ufer des Dnipro liegt. Die Gebietshauptstadt Cherson in ukrainischer Hand ist nur neun Kilometer entfernt, doch dazwischen verläuft die Front. Nach jahrelangem wechselseitigem Beschuss liegen rund um Oleschky Minen, ein Verlassen ist in alle Richtungen lebensgefährlich. Nach UN-Angaben sind seit Mai keine Lebensmittel mehr in den Ort gelangt.
Das ukrainische Militär revolutioniert mit der "Operation Vivaldi" gerade die Kriegsführung: Mit Drohnen, Störsendern und Kampfrobotern rücken die ukrainischen Streitkräfte so bis zu 19 Kilometer hinter die Front der Russen vor. Mit schweren Drohnen fliegen die Ukrainer Bodenroboter in das gegnerische Gebiet. Diese sprengen sich vor Ort und unterbinden so Nachschub und Kommunikation. Dann setzen die Ukrainer mit Artillerie, Drohnen und weiteren Robotern nach, bevor kleine Infanterietrupps nachrücken - und so Gebiete zurückerobern.